Lasst den “IS” doch einfach an sich selbst scheitern!

Die Bomben verbauen die einzige Chance, die Dschihadisten wirklich zu schwächen.

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Als sich US-Präsident Obama im September an die UN-Generalversammlung wandte, klang ein Großteil seiner Rede wie eine Kriegserklärung an den so genannten „Islamischen Staat“ (IS) im Irak und in Syrien. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Luftkrieg bereits begonnen. Anders als sonst, wirkte der Präsident erschöpft und traurig – und seine Argumente dürften die Mehrheit der Delegierten kaum überzeugt haben. Ausgerechnet der Präsident, der US Militärabenteuer in Übersee beenden wollte, musste nun einen Krieg rechtfertigen, der in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzung der von ihm immer abgelehnten Militärinterventionen seines Vorgängers ist. Und nicht nur das: Obama mag mit seinem Luftkrieg auch die eigentliche Chance vertan haben, die tieferen inneren Widersprüche des Islamischen Staates auszunutzen, um ihn ohne Bomben zu besiegen.

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Michael von der Schulenburg

Michael von der Schulenburg, former UN Assistant Secretary-General, escaped East Germany in 1969, studied in Berlin, London and Paris and worked for over 34 years for the United Nations, and shortly the OSCE, in many countries in war or internal armed conflicts often involving fragile governments and armed non-state actors. These included long-term assignments in Haiti, Pakistan, Afghanistan, Iran, Iraq and Sierra Leone and shorter assignments in Syria, the Balkan, Somalia, the Balkan, the Sahel, and Central Asia. In 2017, he published the book ‘On Building Peace – rescuing the Nation-State and saving the United Nations’, AUP.

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